Endlich war der Tag gekommen, an dem die Klasse 3b der Weinbergschule ihre Siegesfahrt antreten konnte. Es war der erste Preis bei dem Tesalino Wettbewerb, den die Klasse gewonnen hatte. Die Schüler hatten sich als Ziel den Holiday Park in Haßloch ausgesucht. Früh morgens um 7.00 Uhr stand schon der Bus auf dem Schulhof. Alle Schüler schleppten ihre Köfferchen in den Bus. Marcel und Tobi hatten extra ein Plakat für das Heckfenster des Busses gemalt. Sogar zwei Pokale mussten in den Bus eingeladen werden, die die Kinder gebastelt hatten.
Als endlich der Letzte angekommen war, startete der Busfahrer mit der aufgeregten Klasse in Richtung Haßloch.
Wie groß war das Hallo, als endlich das Vergnügungsparkschild zu sehen war. Doch die Enttäuschung war groß, als die erste Bahn nur für Kinder ab 10 Jahren war.
Soll ich in der Geisterbahn fahren? fragte sich Magnus. Nachdem er zuerst die Augen geschlossen hatte, war es dann doch so spaßig und gruselig. Lange anstehen mussten die Kinder zur ersten Abkühlung am Donnerfluss. In einem runden Reifen schaukelten und drehten sich die Kinder und kreischten, wenn wieder einmal Wasser ins Boot spritzte und alle nass wurden. Bei 35° C Hitze konnten sie das auch wirklich gebrauchen.
Nur für Mutige war die Fahrt in den Teufelsfässern. Ganz hoch wurden die Fässer auf einen Hügel gezogen, von dem aus die spritzende Fahrt steil einen Wasserkanal hinab sauste.
Schwindelfrei musste Felina sein, die sich traute, in den Bounty Tower einzusteigen. Zuerst drehten sich Gondeln an einem Mast und fuhren immer höher. In 30 Metern Höhe drehten sich die Gondel um zwei Achsen in alle Richtungen. Die Aussicht konnte man gar nicht genießen, denn man musste sich gut festhalten. Dafür war die Aussicht im 80 Meter hohen Kettenkarussell überwältigend. An langen Ketten flogen Kinder wie Vögel durch die Lüfte und bestaunten den Park von oben.
Mittagszeit war im Kitchengrill. Dort gab es für alle Holiburger mit Pommes und Cola.
Als Höhepunkt wollten die Kinder eine Stuntshow besuchen. Jim Pond sollte die Welt mit Wasserski und Kanonen und Feuerexplosionen retten. Natürlich wollten auch alle von Jim Pond ein Autogramm.
Manche trauten sich in die superschnellen Wellenhopser oder Schiffschaukel.
Die wildeste Bahn aber war der Superwirbel. Nur wenige trauten sich die Looping- und Schraubenbahn zu fahren. Die stellten sich aber gleich wieder hinten an und kreischten vor Begeisterung.
Müde und voller Eindrücke bezogen die Drittklässler ihre Betten in dem Jugendgästehaus in Neustadt. Die erste Nacht nicht daheim überstanden alle mutig und mit ganz wenig Heimweh.
Der nächste Tag war als Besichtigungstag geplant. Den Kaiserdom in Speyer, das Judenbad und den Stadtturm Altpörtel besichtigte die aufgeregte Klassenschar.
Als Höhepunkt dieses Tages fuhr der Bus die Klasse zur Burg Berwartstein. In dieser Burg aus dem Mittelalter, die vollständig aus einem Felsen geschlagen wurde, erfuhren die Kinder die Geschichte von Hans Trapp dem Raubritter und vom Burggespenst Barbara, das sich die Burgmauer hinuntergestürzt hatte.
Über unterirdischen Geheimgänge aus dem Mittelalter gelangten die Kinder in den Burghof. Folterwerkzeuge, historische Waffen bestaunten die ritterbegeisterten Kinder dort und in der Folterkammer .
„Der Knaller waren diese beiden Tage“ berichteten die Kinder ihren Eltern, als sie müde und voller toller Eindrücke wieder im Ohlsbacher Schulhof standen.
Herr Schulze und die begleitenden Eltern konnten über den harmonischen Verlauf der Reise der Drittklässler nur Gutes berichten.
Klasse 3b Weinbergschule Ohlsbach